BD Stuttgart: Am späten Freitag Nachmittag ab 16:30 Uhr tobten in weiten Landesteilen Baden-Württembergs heftige Hagelgewitter. Bezirksdirektor Ullrich Eppler schließt ein Schadenausmaß von über 8 Mio. Euro nicht mehr aus.
Katastrophale Weinschäden sind im Rems-Murr-Kreis mit Zentrum Korb-Hanweiler festzustellen. Die Reben wurden total entlaubt; die Gescheine vollständig abgeschlagen. Auch in Sonderkulturen wie Äpfeln, Erdbeeren und Gemüse müssen unsere Schätzer nicht nur hier, sondern auch im nördlichen Landkreis Heilbronn sowie im Raum Öhringen bis zu Totalschäden in ihre Akten eintragen. Zwischen Bad Mergentheim und Schwäbisch Hall erstreckt sich ein ca. 30 Kilometer langer Schadenstrich, welcher im Getreide, im Raps und im Mais mittlere Schäden hervorbrachte. Westlich der A 81 zwischen Heilbronn und Würzburg erreichten uns aus zahlreichen Gemeinden aus allen Kulturen Schadenmeldungen, welche ebenfalls mittleren Ausmaßes zuzuordnen sind. Rund um Rottweil mit einem Radius von ca. 20 Kilometern sind unsere Sachverständigen ab 4. Juni im Einsatz, um mittlere bis schwere Raps-, Mais- und Getreideschäden abzuarbeiten. Zwischen Riedlingen und Bad Wurzach, ebenfalls ein Strich mit etwa 20 Kilometer Länge, wurde insbesondere Mais derart getroffen, dass viele Landwirte der Meinung waren, dass aufgrund der Schwere des Hagelschlages diese Bestände umgebrochen werden müssten. In der Rheinschiene zwischen Karlsruhe und Offenburg sind unsere Sachverständigen mit der Regulierung von Sonderkulturen, schwerpunktmäßig bei Erdbeeren, seit Montag im Einsatz. Seit Freitag liegen der BD Stuttgart über 2.500 Schadenmeldungen vor, erfahrungsgemäß erhöht sich die Zahl der Meldungen im Verlauf der Woche noch auf 3.000.

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