Witterung 2008
Nass und verhagelt im Westen, viel zu trocken im Nordosten
Das Jahr 2008 bot im Wesentlichen eine Zweiteilung der Witterungsverläufe zwischen dem Nordosten und Westen Deutschlands. Während der Nordosten ab Mai kaum mehr Niederschläge und viele Sonnenstunden verzeichnete, bekam der Westen reichliche Starkregenfälle mit verbreitet kühlnasser Witterung ab. Von Ende Mai bis Mitte August tobten über Deutschland teils gewaltige Gewittercluster, die in der Unwetterserie Ende Mai ihren Höhepunkt fanden.
Nach einem milden und zugleich stürmischen Winter folgte ein wechselhaft mildes und nasskühles Frühjahr. Insgesamt 17 Sturmtiefs verzeichnete das Jahr 2008 bis Ende März, angefangen mit „Birgitta“ am 5./6. Januar bis hin zu „Johanna“ am 10./11. März. Zu den extremen Sturmereignissen zählten die Orkane „Annette“ am 22./23. Februar und „Emma“ am 29. Februar bzw. 2. März mit Böengeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h. In vielen Teilen Deutschlands kam es zu Windbruchschäden. Der Sturm richtete bei Gebäuden und Gartenbaubetrieben massive Schäden an.
Das erste Quartal war in weiten Teilen Deutschlands niederschlagsreicher als im Vorjahr. Im Januar fiel im Norden Deutschlands weit mehr Niederschlag, der insbesondere im Raum Hannover und Magdeburg bis zum Doppelten, im Raum Berlin und Oderbruch bis zum Dreifachen der längjährig üblichen Niederschlagsmenge reichte. Anhaltende Niederschläge führten denn auch in der dritten Januarwoche zu Überschwemmungen in Teilen von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Der Februar war dagegen extrem mild und sonnenreich - daraus resultierte ein Vegetationsvorsprung von gut vier Wochen. Im März dominierten erneut atlantische Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen. Die Tiefdruckausläufer brachten fast täglich neue Niederschläge und führten in der ersten Märzhälfte mit teils heftigen Stürmen überwiegend milde, in der zweiten Monatshälfte aber kalte Luft heran. Die erreichte ausgerechnet zu Ostern ihren Kältehöhepunkt und bescherte einen gehörigen Wintereinbruch. Der Vegetationsvorsprung verkürzte sich durch die Kälteperiode auf wenige Tage. Der Mai war durch steigende Temperaturen und starke Niederschlagsarmut im gesamten Norden gekennzeichnet. Im Nordosten beeinträchtigte die stark negative Wasserbilanz frühzeitig die Entwicklung der Feldbestände. Im Westen und Südwesten kam es dagegen zu beträchtlichen Niederschlägen. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die zunehmenden Temperaturen verstärkten die Gewitteraktivität und Sturmhäufigkeit erheblich


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