Archiv Hagelschäden

In diesem Bereich berichten wir über die Hagelschäden der zurückliegenden Jahre, insbesondere über die vom Hagelschlag betroffenen Regionen und hagelgeschädigten Bodenerzeugnisse.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHagelschäden 2008

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHageschäden 2007 - Schadensaison begann Mitte Mai

Hagelschäden 2006 - Schadensaison begann erst spät Ende Mai

Hagelschäden 2005 - Schadensaison begann äußerst spät

Hagelschäden 2003 - Schadenmeldungen doppelt so hoch

Hagelschäden 2002

Hagelschäden 2001

Hagelschäden 2006

Rückblick 2006: Schadensaison begann erst spät Ende Mai

Die Schadensaison 2006 begann erst spät im Mai. Am 20. des Monats wurden große Gebiete Deutschlands von Hagelunwettern heimgesucht, wobei die Hauptschadengebiete sich auf die Regionen um Kaiserslautern, Alzey, Neustadt a. d. Weinstraße, Miltenberg, in Franken, Hof, Thüringen, Sachsen sowie Nordhessen erstreckten. Die Vereinigte Hagel verzeichnete mit knapp 2.800 Schadenmeldungen den schwersten Schadentag des Jahres. Am 30. Mai wurde ein weiterer schwerer Schadentag in der Obstbauregion des Bodensees registriert.

Im Juni nahm die Zahl der Unwetter zu

Mit dem Witterungswechsel im Juni nahm die Zahl der Unwetter zu. Zunächst führten am 16. Juni das Leipziger Hagelunwetter sowie ein schwerer Schadenstrich an der Müritz in Teilen zu Totalschäden an Getreide und Ölsaaten. Das schwerste Unwetter trat am 28. Juni bei Villingen-Schwenningen auf, bei dem der Ort Trossingen von Tennisball großen Hagelschloßen heimgesucht wurde. Eine neue Gärtnerei erlitt nahezu Totalschaden und verzeichnete beim Kooperationspartner, der Gartenbauversicherung, eine Schadensumme von rd. 3 Mio. €. Damit übertrifft der Hagelzug das Schadenereignis von 1984 in München zwar nicht von der Ausdehnung her, aber von der Intensität.

Nach Gluthitze beträchtliche Gewitterfronten

Schäden in Baden-Württemberg, insbesondere im Gebiet um Heilbronn, den Löwenheimer Bergen und im Kaiserstuhl. Am 27. Juli wurden auch in Nordrhein-Westfalen flächendeckende Schäden registriert. Ende Juli führte der Wetterumschwung zu einer gegensätzlichen Wetterlage. Ergiebige Niederschläge bei der für die Jahreszeit zu niedrigen Temperaturen brachten die Erntearbeiten nahezu vollends zum Erliegen. Die erntereifen Getreide- und Rapsbestände begannen vielerorts an zu keimen und die Qualitäten sanken deutlich ab. Vielerorts zogen sich die restlichen Erntearbeiten bis in die ersten Septembertage hinein. Im August wurden noch 2.300 Schaden gemeldet. Zwischen dem 10. Juni und 30. Juli 2006 wurde in Deutschland nahezu täglich irgendwo ein Unwetter mit Hagelschlag registriert. Die Zahl der Hageltage war überdurchschnittlich hoch, allerdings waren Intensität und Ausdehnung der Hagelzüge deutlich geringer als in den Vorjahren.

Insgesamt erhielt die Vereinigte Hagelversicherung rund 21.000 Schadenmeldungen. Die Gesamtentschädigungsleistung betrug rund 32 Mio. €, dies entspricht einer Schadenquote von 50 %.