Hagelschäden 2005
Schadensaison begann äußerst spät
Die Schadensaison 2005 begann recht spät. Erste nennenswerte Schadentage datierten vom 3. Juni. Eine Kaltfront überquerte Mitteleuropa - in der Folge entstanden durch die Temperaturgegensätze große Gewitterzellen, die sich in vielen unterschiedlichen Gebieten Deutschlands entluden. Von Rheinland-Pfalz bis in das nördliche Schleswig-Holstein gab es immer wieder regionale Schadengebiete.
Dabei wurden insbesondere die ständig zunehmenden Erdbeeranlagen zum Teil schwer getroffen. In den Gebieten um Cloppenburg und Vechta mussten zahlreiche Schäden reguliert werden. Gerade in der Praxis hat sich wieder einmal gezeigt, dass es enorm wichtig ist, bei so frühem Schadenzeitpunkt rechtzeitig die Flächenänderungen der VEREINIGTEN HAGEL zu melden.
Bis in den Juni hinein weniger Schäden als 2004
Am 28. Juni zog eine Gewitterfront über Niedersachsen hinweg. Dies war für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gleichzeitig der schwerste Schadentag des Jahres. Einen Tag später verursachte eine Hagelfront in Niederbayern flächendeckend Totalschäden im Gebiet um Altötting. Mit Beginn der Getreideernte lagen 6.500 Schadenmeldungen vor, die angesichts der Schwere der Schäden noch auf ein gutes Ergebnis hoffen ließen. Auch in den ersten beiden Juliwochen war das Hagelgeschehen verhalten. Erst ab Mitte Juli führte eine anhaltende Großwetterlage mit subtropischen Temperaturen und täglichen regionalen Gewittern zu zahlreichen Unwettern mit zum Teil schweren Hagelschäden. Am 15. Juli traf es Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie das nördliche Niedersachsen und Nordhessen und am 16. Juli Baden-Württemberg und Bayern.
Unwetterserie vom 27. bis 29. Juli verursachten Ernteschäden von 26 Mio. Euro
Eine weitere Unwetterserie folgte dann am 27., 28. und 29. Juli und führte zu Schäden in vielen Teilen des Geschäftsgebietes. An allen drei Tagen verursachten Unwetter großflächig Schäden an vielfach erntereifen Kulturen. Mehr als 10.000 Schadenmeldungen von diesen fünf Schadentagen verdeutlichen das Ausmaß mit einer Entschädigungsleistung von 26 Mio. Euro. Im August und im September war dann fast Ruhe an der „Hagelfront“.
In Italien verbuchte die VEREINIGTE HAGEL ein eher unterdurchschnittliches Schadenjahr. Die Schadenquote lag deutlich unter der Marktschadenquote.

