Sturmböen bis 130 km/h - Sebastian sorgt für schwere Schäden

Mit heftigen Windböen und Starkregen zog das Sturmtief „Sebastian“ gestern über Teile West- und Norddeutschlands hinweg. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts gab es an der Nordseeküste bisweilen orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. In Hamburg waren zwei Tote zu beklagen.

Sturmschaden durch Tief Sebastian am 13.9.2017 in Reken (Kreis Borken)

Auch in der Landwirtschaft hat Sebastian zu schweren Schäden geführt. Vor allen Dingen Mais ist auf einer Linie beginnend an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Emmerich und Wachtendonk über das Münsterland bis nach Hannover abgeknickt worden. Auch an der Nordseeküste von Wilhelmshaven bis hoch nach Husum wütete das Sturmtief. Insgesamt wurden bislang 8.000 Hektar mit einem versicherten Wert von knapp 16 Millionen Euro gemeldet. Die ersten Besichtigungen lassen eine Schadensumme von mindestens 5 Millionen Euro erwarten. Vereinzelt wurden Schläge auch von Hagel und Starkregen geschädigt.

Das Tief Sebastian, das nur etwa drei Wochen später auf Sturmtief Kolle in Süddeutschland folgte, hat wieder einmal verdeutlicht, dass eine Absicherung über die Gefahr Hagel hinaus für risikobewusset Landwirte von existentieller Bedeutung ist.