Energiepflanzen
Aufgrund der Verteuerung von fossilen Brennstoffen entwickelt sich der Anbau von Energiepflanzen boomartig. Auch zur Energieerzeugung angebaute Pflanzen wie Mais, Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchte sowie Gräser können durch Hagel und andere Naturgefahren, insbesondere durch Sturm wegen Hochwüchsigkeit der Kulturen, zu Schaden kommen.
Volle Entschädigung im Schadenfall
Wegen der besonderen Risiken beim Anbau von Mais, Getreide, Gräser, Öl- und Hackfrüchten sowie auch Leguminosen zu Energiezwecken nicht zuletzt wegen drohender Deckungskäufe bei Totalverlust der Ernte auf entsprechenden Flächen ist ein möglichst umfassender Versicherungsschutz für den Betrieb zweckdienlich und erforderlich ist.
Hektarwerte auch bei Energiepflanzen anpassen
Angesichts der stark gestiegenen Erzeugerpreise für Mais, Getreide, Raps und auch Sonnenblumen – erste Preisquotierungen zur neuen Ernte zeigen indes bis 25 % höhere Preise - sollten die Hektarwerte in einem Korridor von 10 bis 20 % nach oben angepasst werden.
Individuelle Lieferverträge beachten
Auch die Nichterfüllung von Lieferverträgen kann teuer werden. Wird bisher als Abrechnungsbasis für z.B. Biogasmais das gelieferte Frischgewicht pro Tonne Frischmasse gewählt, könnten künftig auch Parameter einbezogen werden, die Einfluss auf die Methanausbeute bei Mais haben, wie z.B. der Trockensubstanz-gehalt. Das ist zwar fairer hinsichtlich der Lieferbedingungen, erhöht aber auch erheblich das Abnahme- und Preisrisiko des Anbauers.
Risiko von Deckungskäufen berücksichtigen
Um Energiepflanzen zu versichern, sollte folgendes unbedingt berücksichtigt werden:
Im Anbaujahr sind zunehmend zwei Kulturen hintereinander zu versichern. Die gewählten Hektarwerte müssen das Risiko von Deckungskäufen bei bis zu 25 % höheren Preisen am Markt mit einschließen. Die Deckung sollte sich an die individuellen Lieferverträge anpassen. Von einer Unterversicherung ist dringend abzuraten.


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