Archiv Hagelschäden

In diesem Bereich berichten wir über die Hagelschäden der zurückliegenden Jahre, insbesondere über die vom Hagelschlag betroffenen Regionen und hagelgeschädigten Bodenerzeugnisse.

 

Hagelschäden 2006 - Schadensaison begann erst spät Ende Mai

Hagelschäden 2005 - Schadensaison begann äußerst spät

Hagelschäden 2003 - Schadenmeldungen doppelt so hoch

Hagelschäden 2002

Hagelschäden 2001

Hagelschäden

Rückblick 2007: Schadensaison begann Mitte Mai

Die Hagelsaison begann bereits früh. Am 13. und 14. Mai sowie zum Pfingstwochenende wüteten für diese Jahreszeit ungewöhnlich schwere Unwetter – sie führten vielerorts zu Totalschäden. In der Eifel nördlich Neuerburg mussten Getreidebestände umgebrochen werden. Am 22. und 23. Mai verursachten Hagelschläge in den sächsischen Landkreisen Annaberg, Zwickau und niederschlesischem Oberlausitzkreis, in Eisenhüttenstadt, Regensburg und südlich von Passau schwere Schäden im Getreide. Am 25. Mai richtete ein 120 km langer Hagelstrich von Frankreich her kommend nördlich der Stadt Luxemburg über Trier bis südlich von Wittlich im Weinbau schwere Schäden an. Von Trier bis Kröv war jedes Weindorf an der Mosel von Hagelschlägen betroffen, etwa ein Drittel der Moselwinzer hatte Hagelschäden zu beklagen. Der Hagel kam unmittelbar zur Blüte. In diesem Stadium sind die Trauben sehr empfindlich für das gefürchtete Verrieseln des Weins. Nordwestlich von Trier und südlich von Wittlich kam es durch extremen Hagelschlag zu Totalschäden bei Raps und Getreide.

Im Süden und Osten tobten vermehrt Unwetter

Wenig erfreulich war die Wetterlage auch in Brandenburg und Sachsen: Bis Ende Mai kam es von der Uckermark bis zum Vogtland zu schwersten Hagelschäden. Viele Sommergerstenbestände mussten umgebrochen werden, auch Erdbeeren und Hopfen waren betroffen: Zahlreiche Kopfabschläge an den üppig entwickelten Hopfenpflanzen führten zu empfindlichen Ertragsausfällen. Zudem hatte es im Spreewald Hagelschäden an Gurken und Salat gegeben. Heftige Unwetter richteten am 11. Juni im Westen und Südwesten Deutschlands massive Überschwemmungen und Hagelschäden an. Gewitterfronten ohne klare Zugrichtung verursachten am 14. und 15. Juni in weiten Teilen Bayerns die schlimmsten Schäden der Saison 2007. Auch am 10. Juli haben schwere Gewitter mit regionalen Hagelschlägen in Nord- und Süddeutschland zu teils beträchtlichen Hagelschäden an erntereifem Getreide und Raps sowie auch bei empfindlichen Sonderkulturen geführt. Bis auf Göttingen und Wolfsburg wurde jeder Landkreis in Niedersachsen von Hagel heimgesucht.

Starkregen und Sturm haben zugenommen

Am 19. und 20. Juli kam es in Ober- und Mittelfranken zu schwersten Schäden. Am 21. Juli folgten Schäden im südlichen Teil Bayerns mit Totalschäden bei landwirtschaftlichen Kulturen und Spargel. Schwerste Ausfälle gab es im Gebiet um Hohenwart bei Hopfen in der Blüten- und Doldenausbildung, auch stürzten Hopfengerüstanlagen durch Sturm um. Am 24. Juli verwüsteten schwere Gewitter mit Sturm und Hagelschlag vor allem Regionen in Bayern, Thüringen und Brandenburg. In Bayern setzten sintflutartige Regenfällen zeitweise ganze Landstriche unter Wasser, in den fränkischen Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim fielen 70 bis zu 80 mm Niederschlag innerhalb weniger Stunden, die oberfränkischen Gemeinden Poxdorf und Baiersdorf standen bis zu 1,50 Meter tief unter Wasser. Anders als in den vorherigen Jahren wurde diesmal der Südwesten von Hagelschäden weitgehend verschont.
Insgesamt erhielt die Vereinigte Hagel rund 22.000 Schadenmeldungen. Die Gesamtentschädigungsleistung betrug  55 Mio. €, das entspricht einer Schadenquote von 62,5 %.