Aktuelles:

10.12.08
Stadthalle in Alzey hervorragend besucht
Über ein voll ausgebuchtes Haus freute sich der Vorsitzende des Bezirksvereins Alzey, Wolfgang Janson aus Vendersheim, anlässlich der...
01.12.08
Erfolgreiche Bezirksversammlung in Weikersheim-Laudenbach
Über ein sprichwörtlich sensationelles Ergebnis beim Besuch der Bezirksversammlung im württembergischen Weikersheim-Laudenbach konnte sich die...
19.11.08
Vereinigte Hagel verzeichnet erneut gutes Ergebnis
Die Vereinigte Hagelversicherung wird in diesem Geschäftjahr wohl die höchste Versicherungssumme und das zugleich höchste Beitragsvolumen seit...

Wie wirkt sich Hagelschlag auf die Pflanzen aus

Hagelschäden bei Mais

Hagelschlag kann unterschiedlichste Verletzungsgrade an Pflanzen hervorrufen. Die geringste Schädigung stellt der Anschlag dar, wobei ausschließlich die Epidermis leichte Aufhellungen in Folge des Hagelschlages zeigt. Die getroffenen Gewebeschichten sterben ab, die Anschlagstelle wird zuerst weiß, später grau. Die Leitungsbahnen der Halme bzw. Stängel sind in der Regel durch das Festigungsgewebe so gut geschützt, dass sie keinen unmittelbaren Schaden nehmen.

Schwerer wiegt die Einwirkung des Hagels, wenn größere Pflanzenteile durch Knickungen, Brüche oder Durchschläge in ihrer Funktionsfähigkeit gemindert oder ausgeschaltet oder durch Abschläge abgetrennt werden. Der extremste Grad einer Hagelschädigung ist die völlige Vernichtung der betroffenen Pflanze. Tritt dieser Grad der Schädigung großflächig auf, so muss unter Umständen ein ganzer Bestand als verloren gelten.

Generell gilt: Hagelschäden, die zu einer feststellbaren Schwächung der betroffenen Pflanze führen, sind immer durch Symptome wie Anschläge, Abschläge, Knickungen und Brüche erkennbar.

Verletzungen, Verbildungen und andere Wachstumsstörungen

Hagelschäden bei Rüben

Geringere Grade einer Schädigung stellen durch Hagelanschläge verursachte Verletzungen, Verbildungen oder Wachstumsstörungen an den Pflanzen dar. Wo ein Hagelkorn aufgeprallt ist, bilden sich an grünen Pflanzenteilen punkt- bis flächenförmige Aufhellungen, die „Anschläge“. Die getroffenen Gewebeschichten sterben ab, die Anschlagstelle wird zuerst weiß, später grau. Bei starkem Hagel können die Schadstellen ineinander übergehen, so dass größere Flächen des assimilierenden Gewebes ausfallen. Die Leitungsbahnen der Halme und Stängel sind aber in der Regel durch das Festigungsgewebe so gut geschützt, dass sie weniger gefährdet sind.

Bei stärkeren Hagelschäden sind die Blätter abgeknickt, aufgeschlitzt oder teilweise abgerissen. Aus der Art der Anschläge kann sich ein geübter Schätzer bereits ein gutes Bild über den Zeitpunkt des Hagels, die Größe der Hagelkörner, die Dichte und Richtung des Hagels sowie über die während des Hagelschlages herrschende Windstärke machen.

Knickungen, Brüche, Durchschläge, Abschläge

Noch schwerer wiegt die Einwirkung des Hagels, wenn größere Pflanzenteile durch Knickungen, Brüche oder Durchschläge in ihrer Funktionsfähigkeit gemindert oder ausgeschaltet oder durch Abschläge abgetrennt werden.

Der extremste Grad einer Hagelschädigung ist die völlige Vernichtung der betroffenen Pflanze. Tritt dieser Grad der Schädigung großflächig auf, so muss unter Umständen ein ganzer Bestand als verloren gelten.

Hagelschaden bei Getreide
Totale Vernichtung der Pflanze

Ohne Anschlag kein Hagel

Oberstes Gesetz bei der Schätzung von Hagelschäden ist die Feststellung: Ohne Anschlag kein Hagel! Das gilt vor allem für überreife und überständige Früchte, die durch andere Witterungseinflüsse als Hagel oft Körner- und Samenverluste aufweisen. Selbst einfache Hagelanschläge sind optisch zwar gelegentlich recht eindrucksvoll, ihre Folgen werden aber meist überbewertet. Sie sind daher in aller Regel nicht ersatzfähig.