Aktuelles:

16.06.08
DLG Feldtage 2008 in Buttelstedt bei Weimar vom 24.-26. Juni 2008
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Dieses Zitat des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesus gilt auch heute für die rasante Entwicklung in...
02.06.08
Vier Tage Unwetter in Folge – 20 Mio. € Schaden und keine Entwarnung vor Mittwoch
Brachiale Unwetter mit extremen Starkregenfällen und Hagelschlag führten am Wochenende erneut zu schweren Schäden bei Getreide, Mais, Raps, Sonder-...
30.05.08
Schwerste Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel in diesem Jahr
Eine Serie von gewaltigen Gewitterclustern mit Sturm, Starkregen und Hagel überquerten von Mittwoch Abend bis Freitag Frühmorgen den Südwesten...

Witterung 2007

Trockenheiß, stürmisch, regnerisch und viel zu warm

Das Jahr 2007 hatte alles zu bieten, was denn nur möglich ist. Es war mild, stürmisch, trockenheiß und regnerisch mit vielen Hagelunwettern. Und es stellte neue Rekorde auf: Auf den wärmsten Winter folgte der heißeste und niederschlagsärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Danach wurden die Temperaturextreme durch Niederschlagextreme abgelöst und die Ernte immer wieder durch Regen unterbrochen.

Heißtrockener April, nasswarmer Sommer

Deutschland erlebte den Hochsommer drei Monate früher als gewöhnlich: Im April herrschten teils Temperaturen von bis zu dreißig Grad – die Monatsmitteltemperaturen lagen mit 11,5 °C um 4 °C über den langjährigen Durchschnittswerten. Im Mittel fielen in Deutschland nur 4 mm Niederschlag, gerade 7 Prozent einer normalen Niederschlagsmenge im April. Die Sonnenscheindauer betrug mit 290 Stunden rund 90 % mehr als im Durchschnitt. Wegen der warm milden Witterung hatten die meisten Feldfrüchte bereits einen Vegetationsvorsprung von zwei Wochen. Aufgrund von Trockenheit und Wärme reduzierten Getreide und Rapsbestände ihre Zahl an Trieben extrem, selbst höhere Ähren- bzw. Schotengewichte konnten die Trockenschäden nicht mehr ausgleichen. Von der Aprildürre waren besonders der Nordwesten und Nordosten Deutschlands betroffen mit bis zu 80 Prozent niedrigeren Erträgen. Am schlimmsten traf es Roggenbestände auf den leichten Standorten Brandenburgs.

Nasswarmer Sommer

Im Mai brachten Tiefausläufer ergiebige Niederschläge und Unwetter. Im Osten stiegen die Temperaturen bis auf 30 °C an. Durch die von Nordwesten heranziehenden Kaltfronten entwickelten sich heftige Gewitter mit Sturm, Starkregen und Hagel. Der Mai war im Mittel um 2-3 °C wärmer als im langjährigen Durchschnitt, ebenso der regnerische Juni, dessen Mitteltemperaturen um 1-2 °C erhöht lagen. Zudem brachte ein Randtief aus Südfrankreich sintflutartige Regenstürme über weite Teile Deutschlands. Auch der Juli war um einen halben Grad zu warm. Damit folgten dem August 2006 elf ungewöhnlich warme Monate nacheinander.

Nach oben

Starkregen und Sturm heftiger als im Vorjahr

Schäden durch Starkregen und Sturm waren deutlich höher als im Vorjahr. Deutschlands Landwirtschaft verzeichnete Ende Juni bis Mitte Juli anhaltende Regenfälle und stürmisches Wetter. Besonders in Norddeutschland gingen deshalb viele Weizenbestände ins Lager, was teils zu erheblichen Qualitäts- und Ertragseinbußen führte. Die Gersten- und Rapsernte wurde von den Niederschlägen immer wieder unterbrochen. Auch hier hat die Qualität gelitten. Bei Gerste knickten heftige Windböen und Stürme vermehrt die Ähren ab und schmälerten den Ertrag.