150 Sachverständige aus- und fortgebildet

09.03.2017 Daniel Rittershaus

Praktische Berufserfahrung – das ist die grundlegende Voraussetzung für die Tätigkeit als Sachverständiger bei der Vereinigten Hagel. Aber ohne weiter gehende fundierte Ausbildung ist die fachgerechte Beurteilung eines Schadens nur schwer möglich. Aus diesem Grund nehmen die Auswahl sowie die Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert ein. In diesen Tagen wurden wieder rund 150 Sachverständige aus- bzw. weitergebildet. Die Bewerber für dieses Ehrenamt werden übrigens auf den jährlich stattfindenden Bezirksversammlungen von den Mitgliedern direkt gewählt.

70 Aktenführer wurden diese Woche ausgebildet.

Über 80 Sachverständige nahmen an der Grundlagenschulung teil.

Zunächst an der Seite von erfahrenen Aktenführern

In der Grundlagenschulung in der Gießener Direktion bekommen die so genannten Anwärter die Besonderheiten bei der Bewertung der einzelnen Kulturarten und die damit verbundene Basis der Schadenfeststellung ausgiebig vermittelt. In der folgenden Schadensaison sammeln die frisch Ausgebildeten an der Seite von erfahrenen Aktenführern erste Erfahrungen auf dem Feld. So genannte Gemeinschaftstaxen und Weiterbildungen in der Praxis werden in allen Bezirksdirektionen durchgeführt. Auch aufgrund der gestiegenen Anforderungen in Bezug auf versicherte Gefahren neben  Hagel und deren Regulierung legt die Vereinigte Hagelversicherung großen Wert auf die regelmäßige Schulung ihrer Sachverständigen.

Eine Prüfung zum Abschluss

In der Aktenführerschulung, die übrigens immer mit einer Abschlussprüfung endet, sind die erfahrenen Sachverständigen unter sich. Neben den Besonderheiten bei der Feststellung von Sturm-, Starkregen- oder Frostschäden liegt das Augenmerk hier im Bereich der Methodenkompetenz bei der Gesprächsführung mit dem Landwirt. Nicht selten muss der Sachverständige zugleich Psychologe sein, wenn dem Geschädigten das Ausmaß des Schadens bewusst wird und teilweise existenzbedrohende Größenordnungen erreicht werden.  Zudem werden die Aktenführer intensiv in der Anwendung der mobilen digitalen Schadenregulierung (MODIS) geschult, die mit ihren Vorteilen bei der Vereinigten Hagel inzwischen Standard ist.

Schadenregulierung schnell und kompetent

Der Einsatz der Spezialisten wird übrigens über die jeweilige Bezirksdirektion, in der die Schäden gemeldet wurden, disponiert. Die eingeteilten Kommissionen sind meist wenige Tage nach dem Schadenereignis vor Ort. Dabei ist es der Vereinigten Hagel möglich, auch bei größeren Schäden über regionale und nationale Grenzen hinweg schnell kompetente Teams zusammenzustellen. Bei Schäden unmittelbar vor oder während der Ernte sind die Sachverständigen selbstverständlich noch schneller vor Ort, um die Arbeiten nicht unnötig aufzuhalten. Nicht zuletzt den Sachverständigen ist es zu verdanken, dass die Vereinigte Hagelversicherung im aktuellen Imagebarometer der DLG den vierten Platz unmittelbar hinter dem Spitzentrio Volksbanken/Raiffeisenbanken, Sparkasse und R+V Versicherung belegt. Die Allianz mit ihrem Agrarversicherer folgt erst dahinter.