Superzelle über Thüringen: viele Betriebe zum zweiten Mal geschädigt

31.05.2017 Daniel Rittershaus

Regionen, die im Frühjahr von Unwettern heimgesucht werden, sind meist ein zweites Mal betroffen. Diese Weisheit bestätigte sich Anfang dieser Woche in Thüringen. Schwere Unwetter sorgten hier bereits am 19. Mai für Millionenschäden – und keine zwei Wochen später bildete sich eine Superzelle, die die Region erneut mit Hagel, Sturm und Starkregen heimsuchte.

Größe der Hagelkörner vom 30.5.2017: in Thüringen über 4 cm Durchmesser (Quelle: Kachelmannwetter)

Von Kassel ausgehend über Thüringen bis nach Sachsen hinein brachte sie örtlich extremen Hagel mit Schwerpunkten in Mühlhausen, Helbedündorf und Sondershausen bis nach Querfurt.  Schon am frühen Dienstagmorgen zwischen 2 und 3 Uhr kam es im westlichen Ruhrgebiet sowie im Rheinland zu Unwettern mit großkörnigem Hagel. In den Morgen- und Vormittagsstunden zogen dann Unwetter über den Norden und Nordosten hinweg. Zunächst war unter anderem Hamburg betroffen, im weiteren Verlauf bildete sich über Mecklenburg-Vorpommern eine intensive Gewitterlinie, die weiter nach Osten zog. Um die Mittagszeit war dann auch Berlin betroffen, wo sich eine erste Gewitterzelle mit Hagel über dem Osten der Stadt bildete. Ab dem Mittag bildeten sich zudem von der Pfalz und Hessen her neue Gewitter, die bis zum Abend weiter in den Osten zogen und sich über Thüringen austobten.