Sturmschäden schwerer als befürchtet – Erntegut bleibt liegen

15.09.2017 Daniel Rittershaus

Die durch Sturmtief Sebastian verursachten Schäden erstrecken sich mittlerweile auf beinahe 25.000 Hektar. Die ersten Schätzungen waren von lediglich 8.000 Hektar ausgegangen. Der monetäre Schaden dürfte damit auch einen zweistelligen Milionenbetrag ausmachen.

Schwere Schäden nach Sturm in Gangelt

Schwere Schäden nach Sturm in Gangelt

Im Nordwesten Deutschlands hat der Sturm großflächig Mais abgeknickt oder gar abgebrochen. Bei der Ernte an der deutsch-niederländischen Grenze in Gangelt (Kreis Heinsberg) zeigte sich das Ausmaß der Schäden auf dramatische Weise. Obwohl mit reihenunabhängigen Gebissen und damit modernster Technik gearbeitet wurde, blieben flächendeckend Grünmasse und Kolben auf dem Feld zurück. Die Ertragsverluste sind enorm. In dieser Heftigkeit hatte auch Bernd Edeler, Bezirksdirektor in Münster, die Auswirkungen des Sturms nicht erwartet. Für ihn zeigt sich wieder einmal, dass die Wettergefahren erst dann vorbei sind, wenn die Ernte eingefahren ist.