Hagelkörner mit einem Durchmesser von mehr als vier Zentimetern führen zu Umbruchschäden in Bayern

13.06.2019 Daniel Rittershaus

Ein Unwetter auf der fast schon „klassischen“ Zugbahn in Südwest-Nordost-Richtung hat am Pfingstmontag erhebliche Schäden in Bayern angerichtet. Vom Bodensee kommend bis nach Regensburg erstreckt sich das Schadengebiet. Die Kreise Landsberg am Lech, Ostallgäu, Freising, Landshut, Mühldorf sowie die Landeshauptstadt München wurden dabei am schwersten getroffen.

Radarkarte Kachelmannwetter.com

Wintergetreide verhagelt in Oberostendorf_Landsberg am Lech

Mais verhagelt_Schierling Regensburg

Mais im 6 Blattstadium komplett zerstört_Oberostendorf_Landsberg am Lech

Kartoffeln_Schierling Regensburg

Schwere Schäden entstanden an Ackerbau-, Gemüse- und Obstkulturen. In einigen Regionen sind die Pflanzen derart geschädigt, dass eine Ernte kaum noch zu erwarten ist. Soweit möglich werden derartig geschädigte Flächen zum Umbruch und ggf. zur Neuansaat freigegeben. Das dürfte insbesondere punktuell in den Landkreisen Landsberg am Lech und Freising der Fall sein.

Zurzeit liegen Schadenmeldungen von knapp 10.000 ha Fläche vor. Bezirksdirektor Dr. Philipp Schönbach befürchtet jedoch, dass diese Zahl während der viertägigen Meldefrist noch auf rund 15.000 ha ansteigen kann. Die angefügte Radarkarte von kachelmannwetter.com zeigt eindrucksvoll die Zugbahn des Unwetters sowie die festgestellten Korngrößen von über vier Zentimeter. Weitere rund 1.500 ha wurden im Großraum Dresden als geschädigt gemeldet.