120.000 ha geschädigt von Luxemburg bis zum Baltikum

03.07.2020 Daniel Rittershaus

Die letzten Junitage brachten lokale Unwetter über ganz Europa mit sich. Der Schadenstrich reicht von Luxemburg und den Niederlanden über Deutschland bis in das Baltikum. Insgesamt rund 120.000 Hektar wurden innerhalb kurzer Zeit geschädigt.

Hagelschaden Raps

Hagelschaden Mais

Hagelschaden Winterweizen

Gemüse sowie Ackerkulturen im Norden der Niederlande (Groningen, Drenthe) sowie flächendeckend in Luxemburg mit Schwerpunkt im Norden des Großherzogtums wurden bereits am 24./25. Juni zerstört. Die Unwetter zogen dann ostwärts über das gesamte Bundesgebiet. Insbesondere im Süden führten sie einer großen Anzahl von Schadenmeldungen. Die Pfalz, der Großraum Stuttgart, Hohenlohe sowie im weiteren Verlauf Ober- und Niederbayern wurden von den Unwettern getroffen.

In der darauffolgenden Woche verursachten weitere Unwetter Schäden erneut in Bayern (Altmühltal, Hallertau und Kreis Traunstein) und Baden-Württemberg (Reutlingen, Biberach). Aber auch die Nordhälfte wurde getroffen. In der Börde von Eilsleben bis Möckern wurden etliche Schäden gemeldet. Auch der Großraum Leipzig wurde von den Unwettern gestreift. Insgesamt wurden etwa 40.000 ha als geschädigt gemeldet. Mehr als doppelt so viel – über 80.000 ha – schlagen im Baltikum zu Buche. Sämtliche Ackerbaukulturen von der polnischen Grenze bis zur Ostseeküste waren dabei betroffen.

In den letzten Junitagen wurden europaweit damit insgesamt 120.000 ha mit einer Versicherungssumme von etwa 150 Millionen Euro als geschädigt gemeldet. Dahinter stehen knapp 2.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 17.000 einzelnen Schlägen, die von den Sachverständigen begutachtet werden. Gerade zu Beginn der Erntezeit ist die Vereinigte Hagel mit ihrem bereitstehenden Sachverständigencorps besten aufgestellt, um die Schäden schnell und kompetent zu regulieren.