Ernteschäden auf 20.000 Hektar

14.07.2020 Daniel Rittershaus

Wenn Rapsfelder im Juli hell leuchten, ist dies ein Zeichen dafür, dass Unwetter die Ernte weitestgehend vernichtet haben.

Hagelschaden Mais in Rimbach

Sachverständiger Erich Saxstetter begutachtet eine Rapspflanze

Wenn der Raps hell leuchtet, ist ein Totalschaden die Ursache

So ist dies zurzeit der Fall schwerpunktmäßig im Regierungsbezirk Niederbayern. Am späten Freitagnachmittag bis in den Abend hinein zog ein Unwetter vom oberbayerischen Landkreis Erding über die Landkreise Dingolfing-Landau und Deggendorf bis nach Rottal-Inn. Am schwersten getroffen wurden laut Auskunft der Bezirksdirektion Nürnberg dabei die Gemeinden Gangkofen, Rimbach und Falkenberg (Rottal-Inn), Wallersdorf und Otzing (Deggendorf) sowie Mengkofen im Kreis Dingolfing-Landau. Hier wurden erntereife Wintergerste und Rapsbestände flächendeckend vernichtet. Ebenfalls schwer geschädigt wurden örtlich Maisbestände.

Bezirksdirektor Dr. Philipp Schönbach geht davon aus, dass insgesamt an die 20.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche geschädigt wurden. Davon sei aber nur Teil versichert, der nun besichtigt und reguliert werde. Wichtig ist dabei, dass die Sachverständigen so schnell wie möglich vor Ort sind, um die anstehenden Erntearbeiten nicht zu verzögern. Aufgrund des schlagkräftigen und flexibel einsetzbaren Schätzercorps der Vereinigten Hagel ist die Regulierung bereits in vollem Gange. Die Sachverständigen ermitteln die Schadenquoten mit Hilfe der mobilen digitalen Schadenregulierung, so dass die Entschädigung schnell ermittelt und ausgezahlt werden kann.